Bereits seit Jahren gehört die Klassenfahrt auf den Hohen Meißner fest zur Tradition der Friedrich-Wilhelm-Schule. Auch in diesem Jahr verbrachten die 5. Klassen eine Woche im Jugendwaldheim. Sie kehrten nicht nur mit einem deutlich gestärkten Klassenverbund zurück, sondern auch mit dem Gefühl, Gutes für Natur und Umwelt getan zu haben.

Die Vormittage gehörten der Arbeit im Wald. Unter fachkundiger Anleitung von Walpädagoginnen lernten die Schülerinnen und Schüler, was nachhaltige Forstwirtschaft im Alltag bedeutet und packten dabei selbst mit an. Sie pflanzten Weißtannen, befreiten junge Bäume von überwuchernden Pflanzen und fällten Fichten, um ausgewählten Bäumen mehr Licht und Raum zu geben. Die Kinder erfuhren unmittelbar, wie viel Einsatz dahintersteckt, einen gesunden Wald zu erhalten.

Natur erleben, Zusammenhänge verstehen

Die Nachmittage boten Abwechslung in jeder Form. Eine Spielewanderung zur Kitzkammer sorgte für Bewegung und viel gute Laune, während die große Meißnerwanderung über den Kalbesee bis zum Frau-Holle-Teich viel Wissenswertes bereithielt: Entlang des Weges erfuhren die Kinder, wie Moore entstehen, welche Rolle sie im Klimasystem spielen und was die Geschichte des Braunkohleabbaus in der Region hinterlassen hat. Im Wildpark erkundeten sie bei einer Rallye das Leben heimischer Tiere. Klimaspiele und eine Gruppenarbeit zu den Funktionen des Waldes – Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion – machten komplexe Zusammenhänge anschaulich. Den Abschluss vieler Tage bildete ein gemütliches Lagerfeuer mit Stockbrot.

Gemeinsam gewachsen

Was alle Klassen verband, war die durchweg gute Stimmung und das Gefühl, als Gemeinschaft nun richtig zusammengewachsen zu sein. Gerade für unseren 5. Jahrgang war das ein wertvolles Erlebnis. Dass das Wetter vor und nach den Osterferien so unterschiedlich ausfiel, gab jeder Woche dabei ihren ganz eigenen Charakter.

Ein herzlicher Dank gilt dem engagierten Team des Jugendwaldheims um den Leiter Lothar Freund, das diese lehrreiche Woche möglich gemacht hat.