Siebtklässler spenden an Elternhaus Göttingen
Mit einer großen Portion Engagement und vielen selbstgebackenen Leckereien haben die Schülerinnen und Schüler zweier Religionskurse der 7. Klassen der Friedrich-Wilhelm-Schule jetzt eine erfolgreiche Spendenaktion für das Eltern
haus in Göttingen auf die Beine gestellt. Im Aula-Foyer des Eschweger Gymnasiums verkauften sie in den Unterrichtspausen Kuchen, Muffins und Kekse, die zuvor zuhause mit und ohne Hilfe der Eltern gebacken worden waren. Es gab sogar selbstgemachte Dubai-Schokolade.
Zahlreiche Mitschülerinnen und Mitschüler sowie Lehrkräfte griffen da gerne zu. Schon nach kurzer Zeit waren die Tische leergekauft – und die Spendenkasse gut gefüllt. Insgesamt kam ein Betrag von 330 Euro zusammen, der vollständig an das Elternhaus in Göttingen gespendet wird. Diese Einrichtung unterstützt Familien von schwer erkrankten Kindern in vielfältiger Weise.
Zu der gemeinnützigen Einrichtung besteht eine persönliche Verbindung. „Mein Opa Helmut ist einer der Mitbegründer“, erklärt Amalia Först aus der 7c. Neben einem Scheck schenkten die Schülerinnen und Schüler aus Eschwege den kleinen Patienten auch selbstbemalte Steine und kleine Mutmach-Botschaften, die sie bei einem Besuch persönlich überreichten.
Beeindruckt zeigten sich die jungen Gäste aus
Eschwege nach einer Führung durch die Einrichtung direkt gegenüber der Universitäts-Kinderklinik. Sie bietet Eltern krebskranker Kinder eine moderne Unterkunft für die Betreuung ihrer Kinder in stationärer Behandlung. „Es ist sehr schön eingerichtet“, sagt Janne-Mia aus der 7a, „man fühlt sich dort gleich wohl.“ „Cool“ fand ihre Klassenkameradin Elisa den Garten, der sich rund um das Haus zieht. „Da gibt es sogar Sportanlagen und Fahrräder für die kranken Kinder“, lobt sie.
Über die Unterkunft hinaus hält das Elternhaus viele weitere Angebote zu Rat und Hilfe für betroffene Eltern und ihre erkrankten Kinder bereit wie zum Beispiel psychosoziale Begleitung und erlebnispädagogische Aktionen. Und „jeden Dienstag ist Pizza-Tag“, ergänzt Elisa, „da gibt es Pizza für alle Kinder und Eltern“.
Die betreuenden Lehrkräfte, die Religionslehrerinnen Anna Helen Thüne und Ina Neuenroth, zeigten sich begeistert vom Einsatz der Jugendlichen und lobten deren Teamarbeit und soziales Engagement. Mit der Aktion bewiesen die Siebtklässler, dass man mit kleinen Ideen Großes bewirken kann – und dass Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft wichtige Werte im Schulalltag sind.