Friedrich-Wilhelm-Schule startet mit Kunstausstellung und Kränzewickeln in das Eschweger Johannisfest
An der Friedrich-Wilhelm-Schule gingen am Johannisfestmittwoch künstlerische Kreativität und gelebte Schultradition Hand in Hand. Im Aulafoyer wurde die Kunstausstellung „Textur“ eröffnet, während auf dem Schulhof das traditionelle Kränzewickeln stattfand. Zwei Anlässe, die auf ihre Weise zeigen, wie an der FWS Kultur und Tradition verbunden werden.
Zum alljährlichen Kränzewickeln kamen Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Ehemalige auf dem Schulhof zusammen. Unter den Klängen der Steeldrum-AG wurde eine Girlande aus Eichenlaub gewickelt. Begleitet von unserem Spielmannszug wurde diese dann gemeinsam von der Schulleitung, dem Vorstand des Fördervereins, der Schulelternbeiratsvorsitzenden und dem Schülersprecher der FWS in der Bahnhofsstraße über dem Haupteingang des Schulgebäudes angebracht. Bei Bratwurst und gemütlichem Beisammensein auf dem Schulhof gab es viele gute Gespräche und Begegnungen bis weit in den Abend hinein. Besonders erfreulich war auch in diesem Jahr, wie viele aktuelle und ehemalige Schülerinnen und Schüler als Zeichen ihrer Verbundenheit den Weg an ihre alte Schule gefunden hatten.

Am selben Abend wurde im Aulafoyer die Kunstausstellung „Textur“ eröffnet. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 10 präsentieren darin ihre Arbeiten und geben Einblicke in die Vielfalt des Kunstunterrichts. Die Vernissage wurde von Herrn Dominic Fey eröffnet: „In der Ausstellung geht es nicht allein um Technik oder handwerkliches Können. Es geht um Neugier, Experimentierfreude, Mut zum Scheitern und die Bereitschaft, immer wieder eigene Wege zu gehen“, so der Kunstlehrer.
Die Aussstellung„Textur“ vereint dabei unterschiedliche Techniken und Ausdrucksformen und zeigt eindrucksvoll, wie viel künstlerisches Talent in unseren Schülerinnen und Schülern schlummert. Zu sehen sind beispielsweise Werke der plastischen Malerei, bei denen Farbe durch ihre reliefartige Oberfläche räumliche Wirkungen erzeugt oder die Bilder durch ihre Qualität den traditionellen Begriff der Malerei erweitern. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Non-Finito-Plastiken und menschliche Fragmente aus Pappmaché. Die bewusst unvollendet wirkenden Arbeiten laden dazu ein, die offenen Formen gedanklich zu ergänzen, gemeinsam mit anatomischen Zeichenstudien des menschlichen Körpers. Zu den außergewöhnlichsten Exponaten zählen schließlich die sogenannten Book Nooks: detailreich gestaltete Miniaturwelten zwischen Buchrücken und Regalböden, die zeigen, dass selbst auf kleinstem Raum fantasievolle Welten entstehen können.

So wurde der Tag an der Friedrich-Wilhelm-Schule zu einem gelungenen Beispiel dafür, wie sich Kunst, Kultur und Tradition an einem einzigen Ort in ihrer Vielfalt begegnen können.
Ein herzlicher Dank gilt dem Förderverein der FWS mit Michael Schmidt (1. Vorsitzender) Christiane Ellringmann (2. Vorsitzende), Carmen Elena Roth, Frank Siepmann, Andrea Breuer, Anika Hohlstein und Cathrin Bartholomäus für die Vorbereitung des Kränzewickelns und die Unterstützung der Ausstellung. (jz)