Jahrgang 10 kehrt von Abschlussfahrten zurück
Sechs Jahre an der FWS neigen sich für unseren 10. Jahrgang langsam dem Ende zu. Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck kehrten die drei Klassen von ihren Abschlussfahrten zurück, die sie in unterschiedliche Ecken Deutschlands führte: Die 10a reiste nach München, die 10b nach Hamburg und die 10c nach Köln. So weit die Wege auseinanderlagen, so einig waren sich die drei Klassen am Ende in einem Punkt: es wurde viel erlebt, gelacht, gestaunt und vor allem die Zeit in der Klasse noch einmal genossen.
Begleitet von Frau Aschenbrenner und Frau Beck erkundete die 10a die bayerische Landeshauptstadt in ihrer ganzen Vielfalt. Im Justizpalast standen die Schülerinnen und Schüler an jenem Ort, an dem die Geschwister Scholl und die Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ einst vor Gericht gestellt wurden – ein eindringliches Kapitel deutscher Geschichte, das hier greifbar wurde. Noch nachdenklicher stimmte der Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau, der den Blick für die Verantwortung schärfte, die aus dieser Vergangenheit erwächst.

Dass München aber auch für Lebensfreude steht, zeigte sich spätestens in der Allianz Arena, deren beeindruckende Architektur die Fußballherzen höherschlagen ließ. Und bei einem großen Pizza- und Pastabuffet war für die nötige Stärkung – und beste Laune auch bei der Verwertung der vielen Reste – gesorgt.
Die 10b machte sich mit Frau Calverase und Herrn Rzehak auf in die Hansestadt Hamburg. Bei einer Stadtführung lernte die Klasse einiges über Demokratie, Mitbestimmung und darüber, wie schnell eine Demokratie ausgehebelt werden kann. Danach wurde es deutlich süßer: Im Chocoversum drehte sich alles um Schokolade und Fair Trade – inklusive reichlich Kostproben.

Ein besonders eindrückliches Erlebnis bot der „Dialog im Dunkeln“, wo die Schülerinnen und Schüler in völliger Dunkelheit nachempfinden konnten, wie blinde Menschen ihren Alltag meistern – eine Erfahrung, die den Perspektivwechsel im wahrsten Sinne erfahrbar machte.
Ebenfalls unvergesslich: der Theaterbesuch von „Harry Potter und das verwunschene Kind“, zu dem die 10b dank eines Unwetters komplett durchnässt erschien – fast schon passend zur magischen Stimmung.
Zum Abschluss kämpften sich die Schülerinnen und Schüler noch erfolgreich durch vier verschiedene Escape Rooms und bewiesen damit: Die 10b findet selbst aus den schwierigsten Situationen wieder heraus – außer vielleicht aus dem Bahnhof Göttingen.
Auch die Fahrt der 10c bewies gemeinsam mit Herrn Zick und Herrn Schönewolf, dass sich ernste und heitere Momente bestens verbinden lassen. Im ehemaligen Gestapo-Hauptquartier, dem heutigen NS-Dokumentationszentrum, setzten sich die Jugendlichen mit den dunklen Seiten der Stadtgeschichte auseinander. Sehr fasziniert war die Klasse auch von der neuen Dauerausstellung des Hauses der Geschichte in Bonn, bei der die Klasse unter anderem auch das alte Regierungsviertel besichtigte.

Ebenso interessant wurde es im Deutschen Sport & Olympia Museum, bei dem die Klasse zum Abschluss auf der Dachterrasse sogar ein kleines Fußballspiel veranstaltete, im Schokoladenmuseum und natürlich beim Besteigen des Turms des Kölner Doms, wo sich den Schülerinnen und Schülern ein Blick über die ganze Stadt bot.
Für Spannung und Teamgeist sorgten ein kniffliger Escape Room und ein Bowlingabend. Dass die Stimmung durchweg bestens war, bewies die Klasse eindrucksvoll noch auf der Heimfahrt im Bus, als die längere Fahrtdauer aufgrund angespannter Verkehrslage zu Pfingsten kurzerhand durch gemeinsames Singen zu einem schönen Abschlusserlebnis gemacht wurde.
Drei verschiedene Ziele, drei ganz eigene Geschichten und doch ein gemeinsamer Nenner: Alle drei Fahrten verbanden nachdenkliche Begegnungen mit der Geschichte ebenso wie ausgelassene Stunden voller Lachen und Gemeinschaft. So bildeten sie für alle Klassen einen rundum gelungenen Abschluss für eine erlebnisreiche Zeit an der Friedrich-Wilhelm-Schule.