Erfolg bei internationalem Schreibwettbewerb

Eine lustige, aber auch spannende Fantasiereise voller turbulenter Überraschungen ist Merle Richter mit ihrer Erzählung gelungen. Das ist auch einem Kinderbuchverlag mit Sitz am Bodensee aufgefallen, der Merles Geschichte jetzt in einem größeren Sammelband veröffentlicht hat. Hohe Anerkennung und ein großer Erfolg für die junge Autorin, die erst elf Jahre alt ist und die Klasse 5a der Friedrich-Wilhelm-Schule in Eschwege besucht.

Heldin ihrer Geschichte ist „eine alte Stinkesocke“, erzählt Merle. Diese wird ausgestopft und zum Kopf eines Steckenpferdes gestaltet. Ein Mädchen unternimmt mit ihm Ausritte mit anderen Kindern und veranstaltet sogar Turniere. Doch das Steckenpferd will mehr und tatsächlich gelingt ihm in ungewöhnlicher Weise die Erfüllung eines Traumes: Es verwandelt sich in ein echtes Pferd.

Die ausgezeichnete Erzählung vom Steckenpferd ist im Rahmen der AG Ideen-Werkstatt an der Friedrich-Wilhelm-Schule entstanden. Auf Anregung ihrer Lehrerin Anna-Helen Thüne hat sich Merle damit an einem internationalen Schreibwettbewerb für Kinder beteiligt und den ausrichtenden Papierfresserchen-Verlag überzeugen können. Merles Geschichte vom „Socken, der zum Pferd wurde“ fand Aufnahme in den Sammelband „Mein Leben als Drache, Turnschuh, Zauberstab …“, der die besten Beiträge junger Autorinnen und Autoren im Alter von 6 bis 15 Jahren aus aller Welt versammelt.

„Ich schreibe gern Geschichten“, verrät Merle Richter. Derzeit arbeitet sie an neuen Geschichten, beispielsweise für ihren Opa. Im Mittelpunkt stehen natürlich Kinder, wundersame Verwandlungen und bunte Phantasiewelten, manchmal geht es sogar unter die Wasseroberfläche. Merles Fantasie ist scheinbar grenzenlos.

Die besten Ideen, sagt sie, kommen ihr auf den langen Fahrten im Schulbus zwischen dem Gymnasium in Eschwege und ihrem Heimatdorf Hilgershausen. Besonders der Blick aus dem Fenster ist es, der immer wieder aufs Neue ihre Fantasie und Kreativität anregt und beflügelt.

Merles Berufswunsch ist natürlich schon jetzt ziemlich klar: Als Schriftstellerin oder Journalistin soll das kreative Schreiben auf jeden Fall einen wichtigen Schwerpunkt ihres Lebens bilden. Da ist sie auf einem guten Weg.