Comeback – ein Musical der Musikklasse im Jahrgang 10 der FWS
Was ist man bereit zu zahlen für künstlerischen Erfolg, für öffentliche Bekanntheit und Popularität? Was, wenn der Preis zu hoch wird? Gibt es noch einen Weg zurück aus dem falschen Leben? Darum geht es in dem Musical der Musikklasse im Jahrgang 10 der Friedrich-Wilhelm-Schule. Premierenvorstellung des Musicals mit dem Titel „Comeback“ ist am Dienstag, 24. März, um 19 Uhr in der Aula des Eschweger Gymnasiums.
Die spannende Story mit dramatischen Wendungen, die abwechslungsreiche Musik, das ausdrucksstarke Bühnenbild – alles haben die Schülerinnen und Schüler der Musikklasse selbst entwickelt und gestaltet bis hin zur Lichttechnik, die zu jeder Szene die passende Atmosphäre liefert und Stimmung vermittelt.
Clara Sander aus der 10b verkörpert die Protagonistin Nova, eine zum Superstar aufgestiegene Sängerin, die es alleine an die Spitze geschafft. Allmählich erfährt man aber, was sie für diesen Erfolg tun musste: Auf dem Weg nach oben hat sie Freundschaften aufgegeben, Werte verraten, Ziele und Ideale aus den Augen verloren. Doch das Auftauchen ihrer alten Freundinnen Nika und Romy, dargestellt von Nele Riedel und Pauline Stützer, führt Nova ihr falsches Leben vor Augen, dass Geld und Erfolg Freundschaft und Zuneigung nicht ersetzen können. Schrittweise gewinnt sie ihre alte Persönlichkeit zurück, ohne ihre musikalische Karriere aufgeben zu müssen. Aber der Weg dahin ist noch voller Überraschungen, die die Schülerinnen und Schüler im Vorgespräch aber noch nicht verraten wollten. Auf jeden Fall spielt eine Boy-Band eine wichtige Rolle als Gegenspieler von Nova und ihren Freundinnen. Die drei Musiker, gespielt von Jan Bruns, Nicolas Weißert und Tarik Rösner, sind ebenfalls sehr erfolgreich, treten in der Öffentlichkeit und gegenüber ihren Fans sehr nett, zugänglich und bodenständig auf, sind aber im realen Leben sehr arrogant und böse. Auch bei ihnen entspricht der Schein nicht dem Sein.
Alle Songtexte haben die Mitwirkenden selbst verfasst, die Musik ist selbst komponiert. Sie bietet nach Auskunft der beteiligten Schülerinnen und Schüler einen Mix aus verschiedenen Stilrichtungen: Neben emotionalen und getragenen Songs stehen eingängige und heitere Pop-Songs sowie aggressiver Rap, wie ihn die Boygroup bevorzugt. Die Band mit der Besetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug und Piano spielt live zu Gesang und Bühnenhandlung.
Das Bühnenbild haben vor allem Marie-Sophie Hermann und Jeannique Ruch gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Corinne Iffert entworfen und gestaltet. Sie nennen es „minimalistisch“ und arbeiten häufig mit Projektionen bei der kreativen Darstellung der Spielorte auf der Straße, Backstage oder in der Wohnung. Die von Schülern gesteuerte Lichttechnik sorgt auf der Bühne für die passende Stimmung und Atmosphäre.
Viel Arbeit und Herzblut haben die Schülerinnen und Schüler in ihr aufwändiges und sehr professionelles Musikprojekt gesteckt: Erste Überlegungen und Planungen gab es bereits im Frühjahr des vergangenen Jahres, im laufenden Schuljahr stand die zusätzliche Musikstunde der Musikklasse zur Verfügung, aber im Grunde, sagt Tarik Rösner aus der 10b, „haben wir in jeder freien Stunde, die wir zur Verfügung hatten, daran gearbeitet.“
Die Proben zeigen: Die Arbeit hat sich gelohnt, entstanden ist ein modernes, ebenso mitreißendes wie professionelles Musical, das einen musikalischen Kunstgenuss voller Überraschungen bietet. Ein spezieller Dank der Schülerinnen und Schüler geht an ihren Musiklehrer Andreas Worm für seine fachliche, aber auch moralische Unterstützung: „Ohne Herrn Worm wäre wenig gelaufen“, sind sich alle einig.
Die Fotos zeigen die jungen Künstlerinnen und Künstler bei den Proben. Superstar Nova ((Clara Sander) zwischen ihren Freundinnen Nika und Romy (Pauline Stützer und Nele Riedel); die selbstbewusste Boyband mit Nicolas Weißert, Tarik Rösner und Jan Bruns (von links).




