Studienwoche im Jugendwaldheim Meißner



Organisation: Fachschaft Biologie

Seit Jahren bietet das Jugendwaldheim Meißner Wochenaufenthalte mit durchgängiger Betreuung durch Förster und Waldarbeiter an. Bereits seit 1999 nehmen auch Schülerinnen und Schüler der Friedrich-Wilhelm-Schule daran teil. Jedes Frühjahr geht es dann für die Fünftklässler zur fünftägigen Studienwoche hinauf auf den Meißner!




Der Aufenthalt im Jugendwaldheim Meißner soll den Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit geben, den Lebensraum Wald spielerisch und handlungsorientiert kennen zu lernen. Dabei stehen aktives Handeln und der direkte Naturkontakt im Vordergrund. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung dabei sind und im Wald mehr und dauerhafter über die Natur und Umwelt lernen als im Klassenraum.

Während des Aufenthaltes wohnen die Kinder im Naturfreundehaus, wo sie von Frau Fahrenbach liebevoll bekocht werden.

Der Wochenablauf gestaltet sich in der Regel wie folgt:
Nach der Ankunft werden zunächst die Zimmer bezogen. Anschließend werden alle Schülerinnen und Schüler im gegenüberliegenden Jugendwaldheim vom Förster Lothar Freund begrüßt. Er informiert zunächst über Hausregeln, fragt nach den Erwartungen der Kinder und macht sie mit einigen Tieren bekannt, die auf dem Meißner zu Hause sind. Nach dem Mittagessen bricht man zu einer ersten gemeinsamen Wanderung Richtung Kitzkammer auf. Dabei werden, wie bei allen folgenden Wanderungen auch, fachliche Informationen von Spielen unterbrochen, die sowohl das Wissen der Schülerinnen und Schüler testen, als auch ihre Sinne fordern und fördern.


An den folgenden drei Tagen finden vormittags ca. dreistündige Waldeinsätze mit leichten forstlichen Tätigkeiten statt, die sich je nach Witterung, Jahreszeit und Alter der Kinder unterschiedlich gestalten. Es ist faszinierend, mit welchem Engagement hier Bäumchen gepflanzt, Bäche gesäubert, Fichten ausgeschnitten und sogar Müll gesammelt werden.

An den Nachmittagen werden verschiedene Wanderungen unternommen, z.B. in den Wildpark Germerode mit Wildparkrallye oder über die Kalbe zum Frau Holle Teich. Auch kleinere Projekte können durchgeführt werden, bei denen der Forschergeist der Kinder angesprochen wird, indem sie eigenständig Experimente zu bestimmten Fragestellungen durchführen.

Regelmäßig nach dem Abendessen findet eine Zusammenkunft statt, bei der man den Tag noch einmal Revue passieren lässt. Die Kinder vervollständigen dabei ihre Aufzeichnungen, denn sie müssen nach dem Ende der Studienwoche ein Protokoll abliefern, dessen Bewertung in die Biologienote einfließt.

Der Abend gehört der Freizeit. Die Kinder können gemeinsam im Jugendwaldheim Brettspiele bzw. Tischtennis spielen, Würstchen über dem Lagerfeuer grillen oder einen gemeinsamen DVD-Abend veranstalten.

Am Freitagmorgen trifft man sich nach dem Aufräumen zu einer Abschiedsrunde mit den Mitarbeitern des Jugendwaldheims, in der die zurückliegende Woche noch einmal reflektiert wird. Dann werden Urkunden und kleine Preise verteilt. Anschließend werden die Schülerinnen und Schüler von ihren Eltern abgeholt, obwohl viele den Aufenthalt gern noch verlängern würden.